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Adelstitel | Adel

Adelstitel


 

Adelige Anreden sind das Wichtigste, das heißt, sie werden wieder das Wichtigste werden. Als Kind war ich schon begeistert und fasziniert! Aber ich wusste nicht alles. In Märchenbüchern gibt es nur Königin, König, Prinzessin und Prinz. Die Anreden Ihre Durchlaucht und Ihre Hoheit kenne ich auch. Aber ich wusste nicht, welche beim Fürst und beim Herzog eingesetzt wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass mindestens auf Gymnasien oder sonstige Schulen dieses wichtige Thema durchnehmen. Das äußerst odinäre primitive untaugliche Bildungssystem, in der “Demokratie”, im Sozialismus von ganz oben vorgegeben.

deutscher Adel
Adelstitel
Edler
Ritter
Baron/Freiherr
Durchlaucht
Erlaucht
Graf
Fürst
Hochwohlgeboren
Markgraf
Pfalzgraf
Landgraf
Reichsgraf
Herzog
Hoheit
Kurfürst
Großherzog
Erzherzog
König
Kaiser
Majestät – Geschichte

 

deutscher Adel

Der deutsche Adel war bis zur Aufhebung des Standes im Jahre 1919 eine Bevölkerungsgruppe mit Vorrechten in der Gesellschaft, insbesondere übte er in den meisten deutschen Territorien die Herrschaft aus oder war zumindest maßgeblich an ihr beteiligt.[A 1] Der Adel wird häufig mit jahrtausendalter, bis auf die Germanen zurückgehende Tradition in Verbindung gebracht. Vom Mittelalter bis 1806 war er eng verbunden mit dem durch die Römisch-deutschen Kaiser regierten Heiligen römischen Reich deutscher Nation. Erst in der Spätphase des deutschen Adels entstand unter der Führung Preußens das Deutsche Reich, das bis zur Novemberrevolution durch den Deutschen Kaiser repräsentiert wurde, ebenso wie die Teilstaaten durch die Bundesfürsten der Teilstaaten.

Die Archäologie kennt früheste Herrschaftszeugnisse vor allem aus Grabfunden und Resten ehemaliger Villen und Burgen, die als solche „adeligen Lebens“ gedeutet werden[1], ohne dass sichere Aussagen über die soziale Struktur von Gemeinschaften gemacht werden können, zu denen keine schriftlichen Zeugnisse vorliegen.[2] Caesars Schrift De bello Gallico (52/51 v. Chr.) und die Germania des Tacitus aus dem Jahre 98 n. Chr.[3][A 2] werden oft als erster Beleg für die Existenz des germanischen Adels aufgefasst. Diese Deutung ist nach neueren Forschungen jedoch nicht haltbar: Sie steht im Kontext eines inzwischen überholten Germanenbegriffs im Rahmen einer „durch das Bedürfnis nach einer nationalkulturellen Identitätsbestimmung motivierten Geschichtsforschung“[4] in Deutschland im 19./20. Jahrhundert.

deutscher Adel auf Wikipedia

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Adelstitel

Herrschertitel
männlich/
weiblich

Anrede Nachkommen
allgemeiner Titel
männlich/weiblich
Anrede für Nachkommen
Kaiser/Kaiserin (Kaiserliche)
Majestät
(Kron)Prinz/
(Kron)Prinzessin
bei den Söhnen des
russischen Zaren
Großfürst oder
Zarewitsch
bei den Töchtern
des russischen Zaren
Großfürstin oder
Zarewna

Kaiserliche
Hoheit/
Prinz/
Prinzessin
König/Königin (Königliche)
Majestät
(Kron)Prinz/
(Kron)Prinzessin
Königliche
Hoheit/
Prinz/
Prinzessin

Erzherzog/Erzherzogin Kaiserlich und
Königliche Hoheit
ehemals
Durchlauchtigste/r

Erzherzog/Ezherzogin Der Titel stand
regelmäßig den Angehörigen des Hauses Habsburg
zu

Großherzog/Großherzogin Königliche Hoheit
(Anrede: Allerdurchlauchtigster)
Erbgroßherzog/Prinz/
Erbgroßherzogin/Prinzessin
Für die Prinzen
und Prinzessinnen der großherzoglichen Häuser von Luxemburg,
Hessen und
Baden die
Anrede
Königliche Hoheit

Kurfürst/Kurfürstin Königliche Hoheit
(Anrede: Allerdurchlauchtigster)
Kurprinz/Kurprinzessin Ein Kurfürst war
im Heiligen Römischen
Reich (HRR)
ein zur Königs
bzw.
Kaiserwahl Berechtigter des Hochadels. Kurfürsten trugen
unterschiedliche Adelstitel (Könige, Herzöge,
Erzbischöfe, Land-, Mark-
und Pfalzgrafen).
Im Gegensatz
zum heutigen Sprachgebrauch bezog sich der Kurfürstentitel
nicht auf das
regierte Territorium, sondern auf das Reich. So hieß
der Titel des brandenburgischen Herrschers etwa nicht „Kurfürst v
on Brandenburg“, sondern „Des Heiligen
Römischen
Reiches Kurfürst, Markgraf von Brandenburg“. Nach Auflösung
des Heiligen Römischen
Reiches trug lediglich der Landgraf von Hessen-Kassel diesen Titel als
persönliche Titulation bis
1866 weiter. Er galt als
gleichrangig mit einem Großherzog. Auf letzteres beziehen sich
diese Angaben.

Herzog/Herzogin (Königliche) Hoheit
(regierend),
Durchlaucht (standesherrlich/
mediatisiert)

Prinz/Prinzessin Regierende H.
aus königlichem Haus und deren direkte Nachkommen führten die

Anrede
Königliche Hoheit

Landgraf/Landgräfin (Königliche) Hoheit,
Durchlaucht
Prinz/Prinzessin Den Titel gab es nur im
deutschen Sprachraum (Beispiele: Thüringen, Hessen). Nur fallweise
dem Reichsfürstenstand angehörend,
waren sie im
Rang dennoch
den Herzögen gleichgestellt.
Der L. von Hessen-Homburg als letzter Träger des L.-Titels
führte als Reichsfürst die Anrede Königliche Hoheit;
desgl. der L. und Prinz von Hessen. Angehörige von Nebenlinien
titelten Hoheit oder Durchlaucht

Pfalzgraf/Pfalzgräfin Durchlaucht/Hoheit Prinz/Prinzessin Der Pfalzgraf bei Rhein war bei
Thronvakanz Reichsvikar für die Gebiete fränkischen Rechts.
Als souveränem Landesfürsten gebührte ihm die Anrede
„Hoheit“. Für die Länder sächsischen Rechts war dies der
Kurfürst von Sachsen. Ihm gebührte als Kurfürst die
Anrede Königliche Hoheit. Der Titel verlor nach 1806 seinen
Charakter als Herrschertitel

Markgraf/Markgräfin Durchlaucht/Erlaucht/
Hoheit
Prinz/Prinzessin In Deutschland meist
souveräne Fürsten, denen teilweise die Kurwürde
zugestanden wurde (dem Markgrafen von Brandenburg 1356, dem Markgrafen
von Baden 1803). Andererseits genoss der Titel wechselndes Ansehen und
galt als auf der Grenze zwischen Hohem und Niederen Adel stehend.

Fürst/Fürstin Hoheit,
Hochfürstliche Durchlaucht (regierend), Durchlaucht (mediatisiert,

ebenso Titularfürsten)
sonst: Fürstliche Gnaden
Erbgraf/Erbprinz/
Erbgräfin/Erbprinzessin
Die regierenden F. von
Reuß, von Lippe und von Schaumburg-Lippe führten die Anrede
„Hochfürstlich“. Allein dem F. von Hohenzollern gebührte die
Anrede „Hoheit“. Titularfürsten aufgrund persönlicher
Verleihung besaßen i.d. R. keine Herrscherrechte
(Reichsstandschaft) und zählten daher nicht per se zum Hochadel.
Prominentes Beispiel war Otto Fürst von Bismarck.

Graf/Gräfin Erlaucht (regierender oder
mediatisierter Reichsgraf),
sonst: Hochgeboren
Erbgraf/Erbgräfin/Komtess Neugeadelte Titulargrafen ohne
Herrschaftsrechte (Reichsstandschaft) galten als dem Niederen Adel
zugehörig. Bei unverheirateten weiblichen Familienmitgliedern:
Komtess bzw. Comtesse (außer Gebrauch gekommen)

Baron/Freiherr
Baronin/Freifrau
Hochgeboren (Uradel), sonst:
Hochwohlgeboren

Baron/Freiherr
Baronesse/Freiin

Ritter, Edler, Herr von, Junker
von
Edle, Frau von, Junkfrau von
Hochwohlgeboren Ritter, Edler, Herr von, Junker
von
Edle, Fräulein/Frau von, Junkfrau von
In Bayern war Ritter ab dem 19.
Jahrhundert ein separater Adelsstand, dem auch alle mit einem
Verdienstorden ausgezeichneten Inländer angehörten.

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Edler

Edler, abgeleitet von Edelherr oder Edler Herr, war ein Adelsprädikat, das im Falle einer Nobilitierung erbeten werden konnte. Es wurde vor allem in Bayern und Österreich vom Spätmittelalter bis 1918 verliehen.

Das Ehrenwort Edler konnte zusammen mit dem Adelszeichen von zwischen dem Vor- und Familiennamen des Geadelten eingefügt (z. B. “Edler von Emperger” für Friedrich Ignaz Emperger), oder zusammen mit einem Territorialprädikat (ein tatsächlicher oder fiktiver Ortsname) an den Familiennamen angehängt werden (z. B. “Edler von Steinstätten” für Joseph Steiner).

Ein Edler stand unter dem Ritter- und Freiherrenstand, aber formal über dem des untitulierten Adels. In Österreich war die Unterscheidung zwischen Personen mit einfachem von und der Anrede Edler von im 19. Jahrhundert bereits so verwischt, dass das Ehrenwort Edler gegen eine zusätzliche Taxe jedem Neugeadelten verliehen werden konnte. Das Rangzeichen war ein Kronreif mit fünf Perlen. Als Anrede wurde „Euer Hochwohlgeboren“ benutzt.

Uradelskrone: Tomasz Steifer, Gdansk – eigenes Werk

Edler auf Wikipedia

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Ritter

Ritter (mittelhochdeutsch: rîtære, rîter, riter, ritter, mittellat. miles, neulat. eques auratus, franz. chevalier, engl. knight, ital. cavaliere, span. caballero, poln. rycerz, slaw. vitez, vityaz, ungar. vitéz) ist ursprünglich die Bezeichnung für die wehrhaften, schwer gerüsteten, berittenen Krieger des europäischen Mittelalters.

Einen ebenfalls gesellschaftlich herausgehobenen Reiterstand außerhalb des hier behandelten mittelalterlichen Rittertums stellten bereits die römischen „Equites“ dar.

Ritter auf Wikipedia

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Baron/Freiherr

Baron ist ein dem Freiherrn gleichgestellter Adelstitel, der von Königen außerhalb des Heiligen Römischen Reichs und des Deutschen Kaiserreichs verliehen wurde. Im deutschen Sprachraum lautete die korrekte Anrede stets Freiherr und nie Baron. Die einzige Ausnahme sind deutsche Angehörige des Baltischen Adels, die diesen Titel vom Russischen Zaren verliehen bekommen haben und dementsprechend mit dem Titel Baron angeredet wurden.[1]

Das Wort Baron stammt vom Fränkischen Baro zu Deutsch Herr, Krieger. Dieses germanische Wort wurde im frühen Mittelalter als Lehnwort in die lateinische Sprache übernommen. In den Adelsdiplomen („Adelsbriefen“) des Heiligen Römischen Reichs wurde der germanische Titel des freien Herrn (= Freiherr) mit liber baro und nicht mit liber dominus wiedergegeben, um zu kennzeichnen, dass es sich um einen germanischen Herrn handelte. Aus dem lateinischen liber baro hat sich dann in den nichtgermanischen Sprachen der Titel des Barons entwickelt, der im deutschen Sprachraum stets Freiherr lautete. Im Deutschen dürfte sich das Wort Baron im Zuge der Dominanz der französischen Sprache als lingua franca des europäischen Adels als alternative Anrede eingebürgert haben. Die korrekte Anrede lautet jedoch stets Freiherr, Freifrau (Ehefrau) oder Freiin (Tochter) anstelle von Baron, Baronin oder Baroness.

Allgemeine Baronskrone: Tomasz Steifer, Gdansk – eigenes Werk

Baron auf Wikipedia

Der Freiherr (bisweilen mit der Höflichkeitsformel „Baron“ angesprochen) gehörte zum titulierten Adel im Heiligen Römischen Reich. In Österreich und dem Deutschen Reich bestand dieser Titel bis 1919. In Deutschland wird „Freiherr“ und „Freifrau“ seitdem als Bestandteil des Namens gebraucht. Im Gegensatz zum untitulierten Adel, der lediglich das Adelsprädikat „von“ im Namen trug, gehörten zum betitelten Adel die Titel Freiherr, Graf, Fürst und Herzog, wobei man zwischen dem Ritterstand und dem Herrenstand unterschied; der Herrenstand begann beim Freiherren.

Freiherr auf Wikipedia

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Durchlaucht

Seine Durchlaucht (S.D.) (mhd. Partizip von durchliuhten („durchleuchten“), vgl. erlaucht), beziehungsweise Ihre Durchlaucht (I.D.) für weibliche Titelträger, in alten Texten auch als Drlt. abgekürzt, ist ein Adelsprädikat in der ursprünglichen Form eines Adjektivs (durchläuchtig), das gleichzeitig auch zur Anrede verwendet wurde; es konnte bestimmten standesherrlichen Familien des Hochadels durch den römisch-deutschen Kaiser, nach Ende des Alten Reiches 1806 durch den Kaiser von Österreich und schließlich ab 1871 auch durch den Deutschen Kaiser verliehen werden. Der Titel ist dem lat. Serenitas oder Serenissimus nachgebildet, der schon den römischen Kaisern Honorius und Arcadius und nach ihnen den fränkischen und gotischen Königen beigelegt und einst für höher geachtet wurde als Hoheit (Celsitudo), was sich indes später umkehrte.

Das Prädikat, anfänglich von Königen, dann von Kurfürsten, dann von Herzögen benutzt, stand zuletzt praktisch sämtlichen Fürsten zu. Zur Führung berechtigt waren alle ehemals bis 1806 regierenden Fürsten, jedoch erhielten es schließlich auch die reinen Titularfürsten des 19. Jahrhunderts. In manchen Familien wurde das Prädikat allen Mitgliedern verliehen (in der Regel wenn die Agnaten den Prinzentitel führten), in anderen nur dem Familienoberhaupt (meist sofern die jüngeren Nachfahren des Fürsten nur den Grafentitel führten).

Durchlaucht auf Wikipedia

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Erlaucht

Erlaucht ist die förmliche Anrede für die Häupter mediatisierter reichsgräflicher Geschlechter.

Trondivers – eigenes Werk

Based on Ströhl-Rangkronen-Fig. 17.png “Fig. 17. Erlauchtkrone. [Krone der Häupter der mediatisierten vormals reichsständischen Grafenhäuser, mit dem Prädikate >>Erlaucht<<.]"

Erlaucht auf Wikipedia

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Graf

Graf ist ein Adelstitel. Die althochdeutschen Formen grafio und gravo stammen wahrscheinlich über das mittellateinische graffio vom byzantinisch-griechischen γραφεύς (grapheus) „Schreiber“. Der lateinische Begriff comes (frz. comte, weibl. comtesse; ital. conte, weibl. contessa) war zu spätrömischer Zeit die Bezeichnung eines hohen kaiserlichen Finanzbeamten (comes largitionum). Der Adelstitel Graf hatte eine umfangreiche Bandbreite, welche von der Rangstufe eines Reichsfürsten bis hin zum Titulargrafen reichte.

Die dem Grafen abgeleiteten Titel Landgraf, Markgraf sowie einige Pfalzgrafen waren im Heiligen Römischen Reich dem Fürstenstand angehörig und standen in dessen Ordnung über dem Grafenstand. Weiter existierten Standeserhöhungen in der Form gefürsteter Grafen (sogenannter Reichsgrafen).

Grafenkrone heraldisch: Tomasz Steifer, Gdansk – eigenes Werk

Graf auf Wikipedia

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Fürst

Fürst und Fürstin sind sowohl allgemeine Herrscherbezeichnungen (Landesfürsten) wie auch spezielle Adelstitel mit eigenem Fürstenstand im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation vom Mittelalter bis etwa 1800, mit einem „Fürstentum“ als ausgewiesenem Herrschaftsgebiet. Die Erhebung in diesen Adelsstand wurde „Fürstung“ genannt. Darüber hinaus finden sich Fürsten und Fürstentümer auch in anderen Ländern und politischen Strukturen, teilweise auch nur von außen als solche bezeichnet. Ähnlich wie die Bezeichnung Häuptling übertrugen die europäischen Entdecker und Kolonisatoren Fürst und Fürstentum auf reale oder vermeintliche Anführer und Herrschaftsgebiete anderer Völker oder übersetzten deren Eigenbezeichnung als „Fürst“.

Im übertragenen Sinne wurden früher beispielsweise große keltische Grabstätten als „Fürstengrab“ bezeichnet, auch wenn keine schriftlichen Quellen zur damaligen Herrschaftsstruktur vorlagen. Umgangssprachlich werden auch Regierungschefs von Bundesländern als Landesfürst bezeichnet.

Fürstenkrone: Hugo Gerard Ströhl – Hugo Gerard Ströhl: Heraldischer Atlas, Stuttgart 1899.

“Fig. 11. Fürstenkrone [Krone der Prinzen aus herzoglichen Häusern]. Sie besitzt die selbe Formation wie Fig. 7. und 8. nur erscheint hier eine [...???...] führt. Sie ist im Staatswappen von Schwarzburg-Rudolstadt und in den Kabinetssiegeln des Fürsten von Schwarzburg-Sondershausen zu sehen.”

Fürst auf Wikipedia

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Hochwohlgeboren

Hochwohlgeboren ist eine Anrede für ein Mitglied des niedrigen Adelsstandes.

Gebührte die ursprüngliche Titulation Hoch- und Wohlgeboren zunächst allein Freiherren und Baronen (sofern sie nicht dem Uradel entstammten), so wurde die Anrede „Euer Hochwohlgeboren“ allmählich auch für Angehörige des übrigen niederen Adels (Ritter und Edle) üblich. Seit dem Spätmittelalter führten gleichfalls (bürgerliche) Doktoren der Rechte die Anrede, da sie nach Reichsgesetz mit den Rittern rangierten. Mit der Anrede war das Recht verbunden, sein Familienwappen zu vererben und eigene Ländereien frei zu verwalten.

Hochwohlgeboren auf Wikipedia

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Markgraf

Markgraf (lateinisch marchio oder marchisus) war der Titel für einen Grafen als königlicher bzw. kaiserlicher Amtsträger, der eine Grenzmark zum Lehen hatte, also ein Gebiet, das direkt an der Reichsgrenze des Fränkischen Reichs bzw. Ostfrankenreichs lag und zur Verteidigung dieser Grenze errichtet worden war. Für ihn war auch der Titel Grenzgraf (Comes terminalis)[1] üblich.

Im Heiligen Römischen Reich waren die Markgrafen dem Reichsfürstenstand angehörig und somit den Herzögen faktisch gleichgestellt. Die Anrede der Markgrafen war Königliche Hoheit.

Eusebius – travail personnel (own work), based on parts of Image:Heraldique couronne vicomte français.svg and Image:Prince crown.svg
Crown of marquess of the kingdom of France.

Markgraf auf Wikipedia

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Pfalzgraf

Die Pfalzgrafen (von lateinisch palatinus „der im Palast bzw. bei Hofe“) waren ursprünglich Amtsträger und Vertreter des Königs oder Kaisers. Sie standen dem Hofgericht vor und hatten eine leitende Funktion allgemeiner Art inne. Außerdem fungierten sie auch als Verbindungsmänner zwischen Bittstellern aus dem Reich und dem König oder Kaiser. Im Heiligen Römischen Reich gab es anfangs je einen Pfalzgrafen für jedes Herzogtum. Später wurden die meisten Pfalzgrafschaften einem mächtigeren Fürstentum inkorporiert. Der einzig übriggebliebene Pfalzgraf bei Rhein gehörte ab dem Spätmittelalter dem Reichsfürstenstand an und war den Herzögen faktisch gleichgestellt.

Pfalzgraf auf Wikipedia

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Landgraf

Der Landgraf (lat.: comes provincialis, comes patriae, comes terrae, comes magnus, comes provinciae, comes principalis, lantgravius) ist ein Fürstentitel und steht damit über dem einfachen Grafenstand. Im Heiligen Römischen Reich waren spätestens ab dem Spätmittelalter Land-, Mark- und einige Pfalzgrafen dem Reichsfürstenstand angehörig und damit den Herzögen faktisch gleichgestellt. Die Anrede der Landgrafen war Königliche Hoheit.

Heraldische Krone eines Landgrafen: Hugo Gerard Ströhl – Hugo Gerard Ströhl: Heraldischer Atlas, Stuttgart 1899.

“Fig. 7. Landgrafenkrone. [Krone der Prinzen aus großherzoglichen Häusern, der Herzoge, der Herzoge in Bayern und von Württemberg.] Stirnreif mit fünf Blatt- und vier Perlzinken, überspannt von vier Kronenbügeln.”

Landgraf auf Wikipedia

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Reichsgraf

Reichsgraf war eine – nicht offizielle – Standesbezeichnung im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation. Einerseits wurden damit gelegentlich die Inhaber einer reichsunmittelbaren Grafschaft bezeichnet (die man auch gefürstete Grafen genannt hat) und die zumeist Anfang des 19. Jahrhunderts als „Standesherren“ durch die Mediatisierung ihre Souveränität und Reichsstandschaft verloren, jedoch weiterhin dem Hochadel angehörten; andererseits wurden manchmal auch die gewöhnlichen Grafen so bezeichnet, sofern dieser Titel als Standeserhöhung durch den römisch-deutschen Kaiser verliehen und daher im ganzen Reich gültig war. Es handelte sich jedoch in dieser Form nie um einen offiziellen Titel.

Reichsgraf auf Wikipedia

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Herzog

Herzog (althochdeutsch herizogo, ursprünglich Führer, Heerführer im Kriege)[1] ist ein Adelstitel. In Frankreich entspricht er dem duc, in Großbritannien dem duke, in Spanien dem duque, in Italien dem duca und im Portugiesischen dem duque. Die Bezeichnungen in den romanischen Sprachen gehen auf Lateinisch dux „Anführer“ zurück.

Heraldische Herzogskrone: Hugo Gerard Ströhl – Hugo Gerard Ströhl: Heraldischer Atlas, Stuttgart 1899.

“Fig. 3. Herzogskrone [Krone der Prinzen aus kgl. Häusern und der Erbgroßherzoge.] Sie zeigt dieselbe Bildung wie die vorhergehende, nur wird der Raum unter den Spangen von der Mütze vollkommen ausgefüllt. Gleichwertig aber älter ist der Herzogshut (Fig. 42). [...] Die Herzogskrone wird derzeit nur von Schaumburg-Lippe im Staatswappen benützt, doch ist sie auch in einem Siegel des Fürsten von Waldeck-Pyrmont nachzuweisen.”

Herzog auf Wikipedia

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Hoheit

Hoheit ist eine Anrede an eine fürstliche Persönlichkeit, die insbesondere (männlichen und weiblichen) Herzogen zustand. Im deutschsprachigen Raum waren folgende Abstufungen zu unterscheiden:

Kaiserliche und Königliche Hoheit für

die Erzherzöge von Österreich

den Kronprinzen des Deutschen Reiches und von Preußen 1871–1918, als letztes Familienmitglied führte der 1907 geborene Louis Ferdinand von Preußen das Adelsprädikat.

Hoheit auf Wikipedia

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Kurfürst

Ein Kurfürst (lateinisch princeps elector imperii oder elector) war einer der zunächst sieben, später neun ranghöchsten Fürsten des Heiligen Römischen Reiches, denen seit dem 13. Jahrhundert das alleinige Recht zur Wahl des römisch-deutschen Königs zustand. Mit diesem Königstitel war traditionell der Anspruch auf die Krönung zum römisch-deutschen Kaiser durch den Papst verbunden.

Die Bezeichnung Kurfürst geht auf das mittelhochdeutsche Wort kur oder kure für Wahl zurück, aus dem das neuhochdeutsche küren entstanden ist.

Kurfürst auf Wikipedia

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Großherzog

Großherzog (franz. Grand-duc, engl. Grand duke, ital. Grandúca, lat. magnus dux) ist ein Titel für Fürsten im Rang zwischen Herzog und König. Sein Land ist ein Großherzogtum.

Großherzogskrone: Hugo Gerard Ströhl – Hugo Gerard Ströhl: Heraldischer Atlas, Stuttgart 1899.

“Fig. 2. Grossherzogskrone. [Kronprinzenkrone.] Krone mit acht Spangen und niederer Purpurmütze. Von manchen Staaten – Belgien, Dänemark, Portugal, Schweden und Norwegen – wird dieselbe auch als Königskrone geführt. Wir finden sie ausserdem noch in den Staatswappen von Anhalt, Braunschweig, Luxemburg, Monaco, Reuss ältere und jüngere Linie, Sachsen-Meiningen, Sachsen-Coburg und Gotha.”

Großherzog auf Wikipedia

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Erzherzog

Erzherzog (Abkürzung: Ehzg.) war von 1453 bis 1918 der Titel des Herrschers des Erzherzogtums Österreich als Erzherzog zu Österreich, Archidux Austriae (mittellateinisch; Abkürzung: A.A.). Alle ab 1463 gewählten römisch-deutschen Kaiser aus dem Hause Habsburg, bzw. ab 1780 Habsburg-Lothringen, trugen ihn im Sinne eines erblichen Adelstitels und in diesem Sinne trugen ihn ab 1804 auch alle Kaiser von Österreich.

Als das Haus Habsburg noch Erbteilungen zuließ (bis zum 17. Jahrhundert) und mehrere Prinzen in Teilen der Habsburgermonarchie parallel regierten, trugen alle Regierenden den Erzherzogstitel. Des Weiteren war bis 1919 „Erzherzog“ der Titel aller nichtregierenden (ab 1804: kaiserlichen) Prinzen und Prinzessinnen der Häuser Habsburg und Habsburg-Lothringen.

Das Erzherzogtum Österreich wurde ab 1490 administrativ in Österreich ob der Enns und Österreich unter der Enns geteilt; (regierender) Erzherzog war in beiden Teilen stets ein und dieselbe Person.

Erzherzog auf Wikipedia

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König

König (weibl. Königin) ist die Amtsbezeichnung für den höchsten monarchischen Würdenträger in der Rangfolge eines souveränen Staates. Hierarchisch dem König übergeordnet ist nur der Kaiser wie im Falle der historischen Großreiche. Im Europa des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit war der König in der Regel höchster Souverän seines Landes: Oberhaupt der Regierung, oberster Richter und Gesetzgeber in einer Person. Darüber hinaus nahm er in manchen Staaten – beispielsweise in England – die Funktion eines geistlichen Oberhaupts wahr. In modernen Monarchien ist der König meist Staatsoberhaupt mit ausschließlich repräsentativen und zeremoniellen Aufgaben. Die Anrede eines Königs ist „Majestät“.

Heraldische Königskrone: Hugo Gerard Ströhl – Hugo Gerard Ströhl: Heraldischer Atlas, Stuttgart 1899.

“Fig. 1. Königskrone. Krone mit fünf Spangen oder Bügeln. Diese Krone wird von den österreichischen Erzherzogen, den königlichen Prinzen von Preussen, Bayern, Sachsen und Württemberg, den Prinzen von Baden, Hessen, Mecklenburg, Sachsen-Weimar und Sachsen-Altenburg auf ihren Schilden geführt. Die Staatswappen von Baden, Griechenland, Hessen, Mecklenburg, Niederlande, Oldenburg, Rumänien, Sachsen, Sachsen-Altenburg, Sachsen-Weimar, Serbien, Spanien und Württemberg zeigen dieselbe Krone.” Ursprünglich bestand die Königskrone nur in einem Stirnreif mit aufgesetzten Blatt und Perlzinken (Fig. 41). Mit wenigen Ausnahmen wird erst im Laufe des XV. Jahrhunderts hie und da die oben >>geschlossene<< oder Spangenkrone sichtbar."

König auf Wikipedia

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Kaiser

Die deutsche Titelbezeichnung Kaiser (weiblich Kaiserin) leitet sich vom römischen Politiker Gaius Iulius Caesar ab. Die Herrschaft und selten auch der Herrschaftsbereich werden entsprechend als Kaisertum bezeichnet. Den Kaisertitel Imperator Caesar Augustus trugen in der Antike die Herrscher des Römischen Reiches seit der Zeit des Augustus (siehe auch Prinzipat und Spätantike). Während im Oströmisch-Byzantinischen Reich das Kaisertum bis 1453 existierte, erlosch das weströmische Kaisertum im Jahre 476.

Im europäischen Mittelalter wurden nach der „Erneuerung“ des westlichen Kaisertums durch Karl den Großen im Jahr 800 auch die vom Papst gekrönten Herrscher des Frankenreiches und später des Heiligen Römischen Reiches als Kaiser bezeichnet. Der bereits zuvor vorhandene sakrale Aspekt des Kaisertums wurde stärker als bislang christlich interpretiert, die westlichen Kaiser wurden als Beschützer des Abendlandes und des christlichen Glaubens angesehen. Ihnen sollte damit verbunden auch die Ehrenhoheit über die lateinisch-christlichen Könige zustehen, wenngleich dies faktisch nicht oder kaum durchzusetzen war. Beim mittelalterlichen Kaisertum handelte es sich somit um eine „gesteigerte Königsherrschaft“.[1] In der Neuzeit verlor der Titel seinen sakralen und universalen Charakter, wurde zunehmend mit dem Königstitel identisch und zudem auch auf nichtchristliche, außereuropäische Herrscher bezogen, insbesondere wenn diese eine göttliche Herkunft geltend machten. Als einziger heutiger Monarch wird noch der Tennō von Japan als Kaiser bezeichnet.

Kaiser auf Wikipedia

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Majestät

Die Bezeichnung Majestät kommt vom lateinischen maiestas und bedeutet ursprünglich Größe, Erhabenheit oder Hoheit. Sie ist Adelsprädikat und Anrede für Kaiser und Könige mit dem vorangehenden Pronomen Eure, Euer oder seltener auch Ihre. Der männliche Souverän wird mit Seine Majestät, seine Gattin (sofern diese den Rang einer Königin oder Kaiserin bekleidet) mit Ihre Majestät betitelt. Das Recht auf die Anrede Majestät steht darüber hinaus üblicherweise einer Königinmutter zu. Die üblichen Abkürzungen sind I.M. (Ihre Majestät) bzw. S.M. (Seine Majestät) und Ew.M. (Eure/Euer Majestät).

Darüber hinaus war es – insbesondere im offiziellen Schriftverkehr – üblich, die Pronomen er und sie in Bezug auf einen König/Kaiser bzw. eine Königin/Kaiserin zu vermeiden. Stattdessen wurden die Pronomen Allerhöchstdieselben bzw. Allerhöchstdieselbe verwendet.

Majestät auf Wikipedia

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Geschichte

Im Ursprung war die Bezeichnung Majestät als Eigenschaft eines Gottes gedacht. Im alten Rom wurde sie dann auch der Staatsgesamtheit zugesprochen. Seit Kaiser Tiberius galt sie dann auch für den jeweiligen Herrscher (maiestas principis).[1]

Daran angelehnt wurde im Mittelalter im Deutschen Reich der Titel für den Kaiser gebraucht und seit dem 16. Jahrhundert besonders zu Beginn in England und Frankreich für mächtige Könige. Seit dem Westfälischen Frieden gelten Anrede und Titel generell für Könige und Kaiser, und auch die jeweiligen Gemahlinnen werden entsprechend tituliert. Dabei behält eine verwitwete Kaiserin bzw. Königin das Recht auf diese Anrede auch nach dem Tod ihres Gatten.

Geschichte der Majestät auf Wikipedia

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